RMT 179 PDF

An einer solchen Gebetsschnur, Komboskini oder Chotki genannt, wird das Jesusgebet verrichtet. Das Jesusgebet, auch Herzensgebet oder immerwährendes Gebet genannt, ist ein besonders in den orthodoxen Kirchen weit verbreitetes Gebet, bei dem ununterbrochen der Name Jesu Christi angerufen wird. Verrichtet wird das Jesusgebet oft mit Hilfe einer Gebetskette, griechisch Komboskini, russisch Tschotki und serbisch Brojanica genannt, die RMT 179 PDF 30, 33, 50, 100 oder mehr Knoten besteht.


Die geschlossene Schnur steht als Zeichen für das nie endende monastische Gebet. Sie wird verwendet, weniger, um die Gebete zu zählen, sondern als Hilfe zur Konzentration und für einen gleichmäßigen Rhythmus. Eine von den Altgläubigen für das Jesusgebet verwandte Lestowka. Diese von Kapuzinerpater Cassian Karg begründete kontemplative Praxis für den Alltag war im 20. Jahrhundert, vor allem vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil, weit verbreitet. Seine Anfänge reichen bis in die Zeit des frühen östlichen Mönchtums zurück.

Dort wurden kurze Bibelzitate, oft Psalmverse, immer wieder wiederholt, teilweise laut ausgesprochen, teilweise innerlich rezitiert. Mit der Zeit kam in Gebrauch, statt der Bibelzitate den Namen Jesus zu rezitieren. Die Form Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner ist bereits für das 6. Die zweite große Phase in der Geschichte des Jesusgebetes ist der Hesychasmus, der im 12.

Jahrhundert auf dem Berg Athos praktiziert wurde. Mönch am Berg Athos und den späteren Erzbischof von Thessaloniki. Die dritte Phase in der Geschichte des Jesusgebetes beginnt im 16. Jahrhundert in Russland, wo es bis ins 18. Jahrhundert hinein eine große Blütezeit erlebte.